Pleura- und Peri­kard­ergüsse, Aszites

Indikation

Frage nach Malignität oder Entzündungen, z.B. V.a. Empyem. Prinzipiell sollte jeder Erguss zytologisch untersucht werden.

Bei einem klinischen Verdacht auf einen malignen Tumor und ausbleibendem zytologischem Tumorzellnachweis sollte die Untersuchung wiederholt werden.

Probenherstellung

Zur Untersuchung eignen sich Material einer Ergusspunktion sowie intraoperativ durch Lavage gewonnene oder aus Drainagen abgelaufene Flüssigkeiten.

Wenn möglich wird ein Teil des Materials 10 Minuten bei 1800 U/min zentrifugiert, der Überstand dekantiert und 8 bis 10 dünne Sedimentausstriche angefertigt, die an der Luft getrocknet werden.

Großzelliges Lungenkarzinom
Pleurakarzinose eines Mammakarzinoms

Auch luftgetrocknete Zytozentrifugenpräparate sind gut geeignet.

Sollten Sie keinen Zugang zu einer Zentrifuge haben, können Sie einen Teil der nicht mit Alkohol versetzten Ergussflüssigkeit für einige Stunden oder über Nacht in einem Röhrchen stehend im Kühlschrank lagern. Bei zellreicheren Ergüssen sollte sich am Boden des Röhrchens ein kleines Pellet bilden, das Sie nach vorsichtigem Dekantieren des Überstandes ausstreichen können.

In jedem Fall sollte ein Teil des Ergussmaterials mit 70%igem Alkohol im Verhältnis 1:1 versetzt und ebenfalls eingesandt werden.

Weiterhin sind Imprintzytologien von Pleurabiopsien geeignet.